AG "Snoezelen"

Im Januar 2004 berief die Geschäftsführung des Gerontopsychiatrischen Verbundes Spandau eine zeitlich auf ein Jahr befristete Arbeitsgruppe zu dem Thema Snoezelen ein. Sie griff damit die Idee eines Verbundpartners auf, das Wissen, dass in den verschiedenen Einrichtungen in Bezug auf Snoezelen schon vorhanden war, zu bündeln sowie Erfahrungen aus diesem Arbeitsgebiet auszutauschen. Zur Mitarbeit wurden alle Verbundpartner, die über Snoezelen-Möglichkeiten oder Erfahrungen verfügten, aber auch die, die sich für die Einrichtung einer solchen Therapieform bereits entschieden hatten, eingeladen.

Das aus den Niederlanden stammende Konzept des Snoezelen wurde Ende der 70er Jahre entwickelt, um Menschen mit sensorischen Störungen und schwersten Behinderungen adäquate Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten zu bieten. Seit einigen Jahren wird das ursprünglich für schwerstbehinderte Menschen entstandene Konzept auch in anderen Bereichen wie zum Beispiel in Reha-Einrichtungen, Krankenhäusern, Kitas sowie Pflegeeinrichtungen eingesetzt.

Im Bereich der Altenhilfe kann durch den Einsatz der verschiedenen Snoezelen-Modelle der Reizarmut und ihren Folgen (z.B. schneller Verlauf der Demenzerkrankung) im Pflege- und Betreuungsalltag entgegen gewirkt werden. Die angebotenen Sinnesreize (Lichtreize, Düfte, Musik) sollen Neugierde wecken – gemeinsam erleben Begleiter und Gast bzw. Bewohner einer Einrichtung der Altenhilfe ein „Sinnesabenteuer“. Es ist keine intellektuelle Verarbeitung der Sinne nötig, sondern eher das unmittelbare gefühlsmäßige Sich-Einlassen. Das gemeinsame Erleben, welches das Aufbauen einer besonderen Beziehung ermöglicht, steht an vorderster Stelle.

Zusätzlich zu den monatlichen Treffen nahm die Mehrzahl der Mitglieder der Spandauer AG „Snoezelen“ an einem Seminar zum Thema „Snoezelen in der Altenpflege“ in einer Pflegeeinrichtung bei Düsseldorf teil. Im Anschluss daran wurde beschlossen, das bereits vorhandene Fachwissen in Form einer Informationsschrift mit Anleitungen, Anregungen und Erläuterungen von Rahmenbedingungen für interessierte Verbundpartner zusammen zu stellen und sich auch für interne Seminare zur Verfügung stellen.


Für weitere Informationen zum Thema Snoezelen in der Altenhilfe sowie für die Organisation und Durchführung einer Fortbildungsveranstaltung für Mitglieder der Gerontopsychiatrischen Verbünde Berlins stehen zurzeit folgende Ansprechpartner zur Verfügung:


Marcel Hermann - Fördererverein Heerstraße Nord
Tel.: (030) 34 74 02 08

 

Angela Nielbock – Fördererverein Heerstraße Nord
Tel.: (030) 36 47 94 27

 

Download der Informationsbroschüre:
"Snoezelen in der Altenhilfe - Informationen und Anleitungen" (105 kB)